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Eine Zwiesprache mit dem unbekannten bekannten Christus.

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(Warnung: engstirnige, intolerante, ausgrenzende und verbale, emotionale oder physische Gewalt anwendende Glaubensvorstellungen sind Lebensgefährlich für alle.)

 

Glauben ohne zu Lügen

Christus, gibt es Dich? Ooh wie möchte ich das glauben, für mich und alle anderen die nach Heilung, Inspiration, Spiritualität und Orientierung suchen. Ich traue mir nicht, ich traue meinen Wünschen nicht, ich traue meinen Sehnsüchten nicht. Ich traue den Menschen nicht die über Dich reden. Ich traue nicht den alten Christus-Bildern welche andere Menschen in mir gezeichnet haben, unter Mithilfe meiner Wünsche, Bedürfnisse, Ängste, Sorgen, Leiden und Nöte. Ich traue den geschichtlichen und historischen Überlieferungen nicht, welche von jeder Gesellschaft, von jeder Epoche neu geschrieben werden. Ich traue den Wissenschaften nicht, welche mehr an Ruhm, Ansehen und Silberlingen als an der Wahrheit interessiert sind.  Ich traue denjenigen nicht, welche Angst verbreiten mit Höllenbildern bei denjenigen, welche nicht auf dieselbe Art an Dich glauben wie sie es tun.

Ich glaube an die Wahrheit, ich glaube an die gute Art der Macht, an die Macht welche Schutz, Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden zum Ziel hat, ohne dabei den Menschen zu erniedrigen, zu hassen, und zu demütigen. Ich glaube an die Macht welche die Handlungen der Menschen bewertet ohne dabei den Menschen selbst zu Verurteilen.  Ich glaube an die Macht, welche die Menschen die gefährliche Dinge tun, so lange menschenwürdig, mit Liebe und Verständnis  verwahren kann,  bis sie Entwicklung, Bedauern, Erleuchtung und Heilung erfahren können. So wie ein liebender Freund bereit ist, seinen von Affekten getriebenen, unerfahrenen Kameraden davor zu bewahren, sich selber oder anderen Schaden zuzufügen, indem er ihn festhält, bis er wieder bei sich selber sein kann. Denn Bestrafung ist zu einfach und fördert erneut gefährliches Verhalten, und Umstände welche Bedauern und Einsicht fördern, erzeugen Erleuchtung und Heilung.

Ich glaube an die Kraft des Wortes, an das heilende Mitgefühl, an die bildende Weisheit, an den echten Frieden, an Kompromisse welche nicht faul sind, an das Gute, an die Wahrheit und an das was Schön ist.
Ich glaube an die heilende Berührung welche zu echter Gemeinschaft führt. Ich glaube das wir alle dieselben Bedürfnisse haben, und das diese Bedürfnisse immer gut sind und uns nicht peinlich sein müssen, und dass die Strategien welche wir anwenden um unsere guten Bedürfnisse zu erfüllen, der besten Werturteile und der Fähigkeit zum Verzicht bedürfen, um nicht zerstörerisches und destruktives zu bewirken. Und es braucht nicht mal viel Intelligenz, um sich gewahr zu werden, dass wenn jeder sich an die 10 Gebote halten würden, wir schon das halbe Paradies auf Erden hätten. Ja, auch daran glaube ich. Dass die 10 Gebote die beste Grundlage für unsere Strategien sind, welche wir anwenden um unsere Bedürfnisse zu erfüllen, die es je gegeben hat.


Christus, wenn es Dich gibt, und wenn Du für all das stehst woran ich glauben kann, ja wenn Du noch besser bist als das was ich hier als unperfekter, fehlerbehafteter Mensch formulieren kann, dann will ich Dir folgen wohin Du auch gehst, dann will ich mit Dir in dauerhafter Verbindung sein, dann will ich von Dir inspiriert, geführt und begleitet werden. Dann sollst Du mein Weg zu Gott sein. Jenseits all der Verzerrungen, Halbwahrheiten, Lügen und Missverständnissen welche Gesellschaften, Religionen, Gruppierungen, Erboste, Verletzte, Enttäuschte, Vergrämte, Machtgierige, Gewalttätige, und Unwissende in mich hineingezeichnet haben. Dann will ich Dir bedingungslos für immer folgen, für eine bessere Welt, für nachhaltige Entwicklung zum Guten hin. Damit eines Tages die Menschen zu dem unvermeidbaren Leiden auf dieser Welt nicht noch mehr Leiden hinzufügen müssen.  Damit eines Tages alle Wunden aller Menschen geheilt werden können.

Das sind meine Worte zu Dir, Du Christus, von dem ich so wenig weiss, von dem ich nicht mal weiss, ob er existiert. Diese Worte entsprechen mir, im Geiste der Wahrheit aus mir heraus formuliert, so wie ich bin, so echt wie ich sein und denken kann, und wenn es Dich gibt, wenn in den Überlieferungen also Wahrheiten von Dir vorhanden sind, so sollen diese Worte auch zu Deinem Lobe sein.

Beatus Gubler 
Aktualisiert am 10.02.2012
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